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Teilnehmerrede
22.01.2010, Nadine Deinzer und Jasmin Götze
Lieber Herr Kitzeder, lieber Herr Haslbeck,
liebe Dozenten und Dozentinnen,
liebe Mitabsolventen und Mitabsolventinnen,
3 Monate ist es nun her, dass wir alle unsere Kreativität, teilweise sogar unsere Phantasie und vor allem aber unser Wissen zu Papier gebracht haben, welches wir in zwei Jahren erworben und schlussendlich im Abschlusslehrgang ausgefeilt haben.
Doch verantwortlich dafür, dass wir heute Abend hier zusammen sitzen dürfen, ist folgende Aufzeichnung des jährlichen Stammtisches von 7 befreundeten Bürgermeistern aus verschiedenen Gemeinden in Bayern.
Sie treffen sich einmal im Jahr um sich über die Vorkommnisse in ihren Gemeinden auszutauschen und zu informieren.
So auch am Abend des 08.10.2009…
„Geh Zenzi, bring uns noch an Piccolo“, sagt Bürgermeister Anton Burger am Abend des Stammtisches im Gasthof „Zum Ochsen“.
„Ach ja, ist Zeit gwordn, dass wir mal wieder Stammtisch haben. Und was gibt’s neues Anton? Hat Fr. Dr.Thurner etz ihr Schwazwaldhäusla mit Krüppelwalmdach baut?“, fragt Günter Hasler.
„Du, ich sag der ganz ehrlich, des hat mir Nerven kost, der Frau Dr. ihr Krüppelwalmdach. Könn mer net über a anderes Thema reden?“ „Wie schaut’s denn mit deim’ Gaudischlittenrennen aus, Günter?“, versucht Burger abzulenken.
„Ja, ja, dem SEC Oberland ham wir gezeigt. Die ham a gedacht, die können machen was sie wollen!“
„Warum, was habt ihr na gemacht?“, fragt Peter Fischer.
„Einen ganzen Sack Auflagen ham’s gekriegt, sogar ein Zwangsgeld ham wir angedroht.“, erwidert Hasler stolz.
„Wart’s ab, die werden scho’ einen Widerspruch einlegen“, wirft KommHV-Experte Raymund Gruber ein.
„Du Depp, des Widerspruchsverfahren gibt’s doch im Sicherheitsrecht gar nicht mehr“, mosert Günter Hasler.
„Aber wie schauts na mit einer Popularklage aus? Die müsst’ doch gehen“, moniert Gruber.
„Mensch Raymund, die Popularklage ist doch nur bei Verordnungen und Satzungen zulässig und nicht bei Verwaltungsakten“, erläutert Peter Svitil.
„Zum Beispiel bei deiner Gebührensatzung wäre es möglich.“ „Apropo Gebühren, hast eigentlich deinen Haushalt wieder im Griff?“ neckt Fischer.
„Die Sanierung der Sporthalle ist unter Dach und Fach keine Sorge. Im Moment sind wir gerade dabei auf die Doppik umzustellen“, erläutert Raymund Gruber stolz.
„Wie hast na das geschafft, deinen Gemeinderat davon zu überzeugen?“, fragt Peter Fischer erstaunt.
„Das war bestimmt einfacher als dein blöder Landkreiswechsel. Wie bist na überhaupt auf so eine Schnapsidee gekommen?“, grummelt Gruber.
„Na ja, die lieben Finanzen halt. Weißt doch, wie das mit Geld so ist…“
„Hört mir auf mit dem Thema Geld“, wirft Dr. Rüdiger Berg ein.
„Die Renovierung von meinem Rathaus hat mir einen Haufen Probleme bereitet.“
„Stimmt ja, die Geschichte mit deiner Glaskuppel ging ja durch den ganzen Landkreis“, spottet Michael XY.
„Du brauchst grad was sagen, setzt einfach deinen Gegenkandidaten von der Kämmerei ins Bauamt um“, kontert Berg.
„Mich hat das ganze wenigstens nichts gekostet im Gegenzug zu dir und deinen Problemen mit der Still Glas AG und der Schönglas GmbH“, witzelt Michael XY.
„Geh hört auf zu streiten“, murrt Peter Fischer.
„Mich würde lieber interessieren, was aus der Geschichte mit der Nationalen Union geworden ist.“
„Ach die, die haben Verfassungsbeschwerde und Popularklage erhoben. Die wollen unbedingt in die Stadthalle rein, das ist unglaublich.
Aber leider haben wir bis jetzt noch kein Ergebnis, mal abwarten was da raus kommt“, antwortet Svitil gähnend.
„Ach ja Freunde als Bürgermeister hat ma’s einfach net leicht, da wird’s der nie langweilig“, seufzt Anton Burger.
„Da hast Recht, da musst einfach alles können, von Staatsrecht bis Kommunalrecht, Personaler musst sein und im Privatrecht musst dich auch noch auskennen.“, erwidert Peter Fischer.
„Nicht nur das, einen Bescheid musst schreiben, eine Satzung erlassen und den Haushalt abschließen...., na ja, zum Glück haben wir vor 25 Jahr’ den AL II gemacht“, freut sich Günter Hasler.
„Darauf stoß ma doch gleich mal an“… „ZENSI….“
Nun stellt ihr euch bestimmt die Frage, warum diese so völlig unkonventionelle Art der Rede gewählt haben.
Eigentlich ist die Antwort ganz einfach:
Die Probleme, die beim Stammtisch aufgetaucht sind und besprochen wurden, haben uns die letzten zwei Jahre, vor allem jedoch in den 7 schriftlichen Prüfungen begleitet.
Und egal, ob mit Wissen, Kreativität oder Phantasie. Alle Anwesenden haben Lösungen für die Probleme der Bürgermeister gefunden und können deshalb stolz auf sich sein.
Wir bedanken uns bei den Dozenten & Dozentinnen für die Unterstützung in den vergangenen zwei Jahren, für die kritischen Bemerkungen am Rande der Klausuren, für tolle Kommentierungshinweise und Eselsbrücken, wie zum Beispiel den MURV.
Danke auch an alle Leiter der Ortslehrgänge, an die Leiter der Bildunsgszentren, an Herrn Kitzeder und Herrn Haslbeck sowie an alle Beteiligten des Angestelltenlehrgangs II vor und hinter den Kulissen.
Wir wünschen uns nun allen für die Zukunft alles Gute, viele Erfolge im Berufs-, sowie Privatleben und natürlich einen tollen heutigen Abend.
In diesem Sinne sagen wir nur:
ZENZI, bring uns noch nen Piccolo!
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