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04.04.2008
Festveranstaltung für Verwaltungsfachwirte
Lauingen, 25.01.2008
Im Oktober absolvierten 183 Verwaltungsangestellte aus ganz Bayern die Fachprüfung II. Im Rahmen der traditionellen Festveranstaltung am 25. Januar 2008 im Bildungszentrum Lauingen wurden ihnen die Zeugnisse und Urkunden überreicht.
Der stellvertretende Vorstand der BVS, Karl Weißenbach, gratulierte den „frisch gebackenen Verwaltungsfachwirtinnen und Verwaltungsfachwirten“.
Die Klassensprecherin und der Klassensprecher des Ortslehrgangs München, Cornelia Remmel (Stadt Trostberg) und Thomas Hell (Gemeinde Ampfing), blickten in einer amüsanten Rede auf den AL II zurück.
Den zehn besten Absolventen bzw. Absolventinnen Bayerns wurde das Zeugnis und die Urkunde mit der Bezeichnung „Verwaltungsfachwirt/in“ neben einem kleinen Geschenk der BVS ausgehändigt:
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| Platzziffer |
Name |
Dienstbehörde |
| 1 |
Christian Lades |
Stadt Altdorf b. Nürnberg
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| 2 |
Susanne Hinterholzer |
Landeshauptstadt München
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| 3 |
Maria Schneid |
Gemeinde Haldenwang
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| 4 |
Maria Habel |
Landkreis Landsberg a.L.
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| 5 |
Thomas Hell |
Gemeinde Ampfing
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| 5 |
Kathrin Ostermayr |
Stadt Augsburg
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| 7 |
Christian Marzi |
Verwaltungsgemeinschaft Pressath
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| 8 |
Melanie Lange |
Stadt Nürnberg
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| 9 |
Markus Inning |
Landkreis Ostallgäu
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| 10 |
Christian Moosbauer |
Stadt Osterhofen
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Die Abschlussrede
Sehr geehrter Herr Weißenbach,
sehr geehrte Dozentinnen und Dozenten,
liebe Mitabsolventinnen und Mitabsolventen,
als uns Ende November ein Anruf von Herrn Haslbeck erreichte, mit der Bitte die Abschlussrede zu halten, kam auch kurze Zeit später die Einladung zur heutigen Feier. Darin enthalten war auch die Menüauswahl für das noch anstehende Abendessen. Für alle, die evtl. nicht mehr wissen, was sie bestellt haben, hier noch mal das Menü im Schnelldurchlauf:
Lendenbraten mit Kartoffelknödel, Blaukraut und Salat
Poulardenbrüstchen in Hummerrahmsoße mit Gemüßereis und Salat
Tris di Pasta-Teller mit verschiedenen Soßen und Salat
Eine wahre Gourmetauswahl ganz nach dem derzeitigen Trend aus "Kochen bei Kerner", "Born to Cook" oder "Lecker, Lafer, Lichter". Es fehlen hier lediglich die Vor- bzw. die Nachspeise sowie der Zwischengang. Wenn man vielleicht das Essen in den jeweiligen "Kantinen" der BVS schon gekostet haben sollte, könnte auch heute Abend etwas Schmackhaftes dabei sein. Ansonsten können wir nur empfehlen, sich auf die Suche nach einem anderen Lokal zu begeben oder sich doch auf das Abenteuer, "möglicherweise ein perfektes Dinner zu verspeisen", einzulassen.
Bei der Überlegung für unsere Abschlussrede ist uns der Gedanke gekommen, dass auch für uns alle die vergangenen 2 ½ Jahre fast wie die Zubereitung eines Dreigänge-Menüs war. Wobei es eher darum ging "Die perfekte Prüfung“ abzulegen und es daher statt BORN TO COOK - "Born to learn" hieß, ganz nach dem Motto der BVS "Kompetenz. Wissen. Erfolg." Die optimale Vorbereitung sollten wir dafür eigentlich schon vor Beginn des Angestelltenlehrgangs II mitbringen. Dies wurde uns dann auch schnell klar, als wir bei der Einführungsstunde im September 2005 den Stoffgliederungsplan erhalten haben, der in seinem Umfang einem Kochbuch von Alfons Schubeck, Jamie Oliver oder Tim Mälzer in Nichts nachstand. Ganz vorne befanden sich die Grundlagen, vielleicht auch besser bekannt als Basiszutaten, für die bevorstehenden Rezepte, nämlich unseren sage und schreibe 14 Lernfächer.
Daraus hat jeder für sich sein ideales Rezept gesucht und auf seine eigene Art und Weise die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Es war zwar nicht notwendig, Kartoffeln oder Zwiebeln zu schälen bzw. sich die Finger blutig zu schneiden. Allerdings war es unumgänglich, unsere ganz persönlichen Rezeptbücher – nämlich die VSV und die Formelsammlung - mit entsprechenden Hinweisen zu präparieren. In den Ortslehrgängen durften wir dann auch bei 28 Mal Probekochen – besser gesagt in den Übungsklausuren - beweisen, ob wir unsere Rezepte auch wirklich sorgfältig studiert und die besten Zutaten dafür ausgewählt hatten.
Dabei merkte so mancher auch recht schnell, dass noch kein Meisterkoch vom Himmel gefallen ist und vor dem großen Showdown die Auswahl noch ein wenig verfeinert oder umgestellt werden musste. Im schlimmsten Fall wurde einfach improvisiert.
Als Appetitanreger wurde im Sommer 2006 der Zwischenlehrgang serviert. Für die meisten von uns ein leckerer Aperitif. Zumindest für diejenigen, die sich an 3 von 4 Wochen in Holzhausen am Ammersee erfrischen konnten. Vielen auch besser bekannt als die wundersame Beamtencopacabana! Im letzten Sommer ging es dann schon in die heiße Phase. Als Vorspeise durften wir alle noch mal für 4 Wochen in den Abschlusslehrgang. Manche genossen diesen wieder in Holzhausen oder hier in Lauingen, andere wiederum in Neustadt oder München. Für viele hätten diese Wochen auch schon gereicht und sie hätten gerne auf die im Oktober folgenden Gänge wie den Hauptgang und die Nachspeise verzichtet.
Wobei wir schon beim Hauptgang wären. Auf uns warteten insgesamt sieben Gerichte, wobei wir leider, anders als heute, nicht wählen konnten. Unter Volldampf haben wir uns dann auch reingehängt. Die Auswahl war weniger überraschend und ging von Staatsrecht, Finanzrecht und VBWL mit einem Hauch Steuerrecht, Kommunalrecht, Öffentliche- Sicherheit und Ordnung garniert mit Verwaltungsrecht, Öffentliches Baurecht auf Verwaltungsrecht, Bürgerliches Recht und zweierlei vom Personalwesen – nämlich Beamtenrecht und TVöD. Diese Kost lag manchem noch schwer im Magen, da stand schon die Nachspeise in Form der fachpraktischen Prüfung auf der Speisekarte. Hier konnte noch mal jeder von uns in einer Stunde, vor 3 Meisterköchen zeigen, was sie oder er in den vergangenen Jahren gelernt hatte.
Heute haben wir das Menü AL II 2005/2007 alle mehr oder weniger verdaut und sitzen hier zusammen um unsere erzielten Punkte zu feiern. Ein Phänomen der Köche während des Hauptganges war unüberhörbar der Satz: "40 Punkte ist das Ziel……".
Jeder der insgesamt 154 erfolgreichen Absolventen hat seine ganz persönliche "Perfekte Prüfung" geschrieben und egal mit welchen Ergebnis wir alle abgeschnitten haben: Was zählt ist, dass wir nun alle einen Schritt weiter gekommen sind und uns nun Verwaltungsfachwirtin bzw. Verwaltungsfachwirt nennen dürfen. Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, sämtliche Arbeitsplatzangebote mit Aussicht auf Entgeltgruppe 1 bis 8 abzulehnen, denn wir sind nun zu Höherem berufen. Wir gehören von nun an in die Liga der absoluten Spitzenköche.
Wem aber haben wir dieses Ziel noch außer unserem eigen "Fleisch und Blut" zu verdanken? Ganz klar möchten wir einen Dank an unsere Lehrköche richten. Allen Dozentinnen und Dozenten, die sich unser angenommen haben und bestimmt auch bei dem ein oder anderen verzweifelt sind: Vielen, Vielen Dank für die manchmal mehr oder weniger tolle Unterstützung. Aber machen Sie es ihren Schülern in Zukunft nicht ganz so schwer. Wir würden sagen: Klausuren sollten neben dem zeitlichen Bearbeitungslimit auch im Umfang etwas eingeschränkt werden. Und wenn Sie mal eine Frage haben sollten – wir alle helfen Ihnen gerne!!!
Zum Schluss möchten wir noch sagen, dass unserer Meinung nach sowieso jeder, der am AL II 2005/2007 teilgenommen hat, für diese Leistung 10 Punkte verdient hat. Die Zeiten werden sicher nicht besser, die Anforderungen steigen (auch wenn es der öffentliche Dienst nicht immer so gut unter Beweis stellt). Wir sind jetzt aber bestens vorbereitet und haben es selbst in der Hand. In diesem Sinne: Gratulation an alle Verwaltungsfachwirtinnen und Verwaltungsfachwirte des AL II 2005/2007.
Lassen wir es krachen!!!
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