Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten

Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung (VFA-K)

Zielgruppe

Auszubildende in einem Berufsausbildungsverhältnis bei staatlichen und kommunalen Ausbildungsbehörden.

Voraussetzungen

Eine bestimmte Vorbildung wird nicht vorausgesetzt.

Kurzbeschreibung

Auszubildende zum/zur Verwaltungsfachangestellten werden in der Berufsschule und vom Ausbildenden (z.B. Gemeinde, Landkreis) ausgebildet (duales System).

Die betriebliche Ausbildung findet grundsätzlich in der Ausbildungsstätte, also beim Ausbildenden, statt.

Zur Ergänzung und Vertiefung der betrieblichen Ausbildung sind die zu erlernenden Kenntnisse und Fertigkeiten in einer dienstbegleitenden Unterweisung zu vermitteln.

Diese dienstbegleitende Unterweisung (überbetriebliche Ausbildung) wird durch die Bayerische Verwaltungsschule in Volllehrgängen mit insgesamt 540 Unterrichtsstunden durchgeführt.

Die Bayerische Verwaltungsschule als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz nimmt am Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung ab. 

Termin und Ort

Lehrgangsbeginn ab September
Lehrgangsorte bayernweit, je nach Bedarf

Gebühren

Lehrgang 1. Ausbildungsjahr 1.640 €
Lehrgang 2. Ausbildungsjahr 1.010 €
Lehrgang 3. Ausbildungsjahr 2.000 €
Zwischenprüfung 130 €
Abschlussprüfung 310 €

Gebühren für Lehrgänge und Prüfungen

Anmeldung und Eintragung

Die Bayerische Verwaltungsschule (BVS) führt als zuständige Stelle für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf des/der Verwaltungsfachangestellten, Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung, ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse. 

Die Eintragung in dieses Verzeichnis ist gemäß § 35 Berufsbildungsgesetz (BBiG) nur möglich, wenn   

  • der Berufsausbildungsvertrag dem Berufsbildungsgesetz und der Ausbildungsordnung entspricht (Erläuterungen zum Berufsausbildungsvertrag finden Sie hier),    
  • die persönliche und fachliche Eignung (Ausbildereignung), (u. a. Nachweis über die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten – AdA-Schein), sowie 
  • für Auszubildende unter 18 Jahren die ärztliche Bescheinigung nach § 32 Abs. 1 JArbSchG vorliegen.   

Die Eintragung ist eine der Voraussetzungen für die Zulassung der Auszubildenden zur Abschlussprüfung.   

Bitte senden Sie uns den Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse und die Anmeldung zu den Volllehrgängen bis 15. Juli des jeweiligen Jahres mit den entsprechenden Anlagen zu.


Ausbildereignung

Mit der neuen Ausbildereignungsverordnung vom 21. Januar 2009 wird ab 1. August 2009 grundsätzlich wieder der Nachweis der Ausbildereignung gefordert.

Die Ausbildungsleiter müssen in Zukunft also wieder den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung erbringen, zum Beispiel in Form des Besuchs eines Ausbilderseminars in Verbindung mit der entsprechenden Prüfung.

Allerdings sieht die Verordnung auch Befreiungen vor:

  • Wenn Sie schon einen Ausbildernachweis haben, gilt dieser selbstverständlich weiterhin;
  • Wenn Sie in der Zeit vor dem 1. August 2009 als verantwortlicher Ausbilder der BVS benannt waren und aufgrund der Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung den Nachweis der Ausbildereignung nicht erbringen mussten; unabhängig davon, ob der Auszubildende den Sie derzeit betreuen, die Ausbildung abgeschlossen hat  

Die BVS stellt den Ausbildungsleitern, die nach der neuen Ausbildereignungsverordnung den Nachweis der Ausbildereignung nicht zu erbringen haben, eine Bescheinigung über die Befreiung aus. Diese erhalten Sie automatisch nach Prüfung aller Eintragungsunterlagen.  

Die Befreiung alleine wegen des Studiums als Beamter/Beamtin des gehobenen Dienstes oder der Fortbildung als Verwaltungsfachwirt/in (AL II) kann nicht erteilt werden.  

Fragen zur Ausbildereignung beantworten Ihnen:
Florian Graupe, graupe@bvs.de, 089 54057-154 und
Martina Wiederuh, wiederuh@bvs.de, 089 54057-102


Ausbildungsplan

Der Ausbildungsplan ist Bestandteil des Ausbildungsvertrags und muss dem Auszubildenden entweder am Tag des Vertragsabschlusses oder am ersten Ausbildungstag ausgehändigt werden. Der Ausbildungsplan muss die individuelle zeitliche und sachliche Gliederung der Ausbildung aufzeigen.

Für Ihre Planung: 

  • Die vorgegebenen Zeiträume sind lediglich Empfehlungen. In einem angemessenen Verhältnis dürfen Sie die Zeiten selbstverständlich kürzen bzw. verlängern.
  • Urlaub des Auszubildenden muss bei der Planung nicht berücksichtigt werden.
  • Im ersten Ausbildungsjahr werden die Klassen in zwei Phasen aufgeteilt. Da eine Einteilung der Klassen erst im November des 1. Ausbildungsjahres erfolgen kann, ist es im Ausbildungsplan ausreichend, wenn für den 1. und 2. Volllehrgang jeweils 3 Wochen berücksichtigt werden.
  • Im dritten Ausbildungsjahr wird die Abschlussprüfung voraussichtlich Ende Mai / Anfang Juni stattfinden. Bitte achten Sie darauf, dass den Auszubildenden bereits vor ihrer Abschlussprüfung sämtliche Ausbildungsinhalte vermittelt werden bzw. die Auszubildenden vor der Prüfung die Möglichkeit haben, jeden Bereich kennen zu lernen.

Hilfsmittel

Die zugelassenen Hilfsmittel ergeben sich aus der Hilfsmittelregelung. Für den VFA-K wird das Grundwerk der VSV Bayern (Band 1 bis 3) benötigt. Die VSV ist ein Loseblattwerk, das über den Buchhandel oder den Boorberg Verlag bezogen werden kann.

Die VSV inklusive der Ergänzungslieferungen muss der Ausbilder gemäß § 14 Abs. 1 Nummer 3 BBiG dem Auszubildenden kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Arbeitgeber müssen diese selbst bestellen.

Die auf den neuesten Rechtsstand gebrachten Gesetztestexte (VSV), sowie die Formelsammlung und die Lehrbücher für die einzelnen Lehrgebiete sind zu den Lehrgängen stets mitzubringen.


Berichtsheft

Wir weisen darauf hin, dass die in § 6 VFAV vorgeschriebene Führung des Berichtshefts eine der Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung ist (vgl. § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Die BVS wird diese Führung stichprobenweise prüfen. Musterseite


Ausbildungsmaßnahmen – Volllehrgänge

Die BVS bietet für die Berufsausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten, Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung, als dienstbegleitende Unterweisung einen dreijährigen Ausbildungslehrgang (VFA-K) an, der aus sieben Abschnitten (= Volllehrgängen) besteht und insgesamt 18 Wochen mit 540 Unterrichtsstunden umfasst. Diese sieben Volllehrgänge finden in den Bildungszentren der BVS mit Unterkunft und Verpflegung statt.  

Berufsschulunterricht und Lehrgänge der BVS wurden so koordiniert, dass der Lehrstoff nicht in derselben Weise zweimal von verschiedenen Ausbildungseinrichtungen dargeboten wird. Für einen genauen Überblick des Lehrstoffes erhalten Sie im ersten Volllehrgang einen Stoffgliederungsplan, der Lerninhalte und Lernziele der einzelnen Lernfelder enthält.



Ansprechpartner Lehrgang

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Katrin Suhre
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