Gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen: Verhältnisprävention

Einführung

Hohe Krankenstände, langfristig erkrankte Mitarbeiter/-innen, körperliche und psychische Erkrankungen, sinkende Leistungsfähigkeit: Vor diesem Hintergrund sollten sich öffentliche Verwaltungen, Führungskräfte und Personalstellen die Frage stellen, wie es dazu kommen kann und welchen Anteil die gegebenen Arbeitsbedingungen dabei einnehmen könnten? Hätte man vielleicht schon viel früher eingreifen können oder gar müssen? Die Antwort lautet: JA! Die Einflussmöglichkeiten der Arbeitgeber auf eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen sind enorm, doch werden diese häufig nicht ausgeschöpft. Die Verhältnisprävention befasst sich mit Fragestellungen, wie Gesundheitsgefahren erkannt und behoben werden können, welche vorbeugenden Maßnahmen vor neuen Gefahren schützen und wie Arbeitsbedingungen zukünftig gesundheitsgerecht gestaltet werden können. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber die Arbeitgeber verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen und notwendige Vorkehrungen zu treffen!

Zielgruppe

Führungskräfte, Personalleitungen, Mitarbeiter/-innen von Personalstellen, Personalratsmitglieder, Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte

Ihr Nutzen

Sie kennen ein breites Spektrum an nachhaltigen Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung von gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen und haben ein ganzheitliches Verständnis über Verhältnisprävention. Es gelingt Ihnen, potenzielle Gesundheitsgefahren zu erkennen sowie bestehende Gefahren zu erfassen und geeignete Maßnahmen umzusetzen. In der Erhebung und Dokumentation von Gefährdungsbeurteilungen erlangen Sie Sicherheit und wissen um die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, Pflichten und mögliche Rechtsfolgen. Sie besitzen ferner fundierte Grundkenntnisse über die wichtigsten Bestimmungen im Arbeitsschutz und in der Arbeitssicherheit in der öffentlichen Verwaltung.

Inhalt

Verhältnisprävention: Einflussmöglichkeiten des Arbeitgebers auf gesunde Arbeitsbedingungen Analyse der arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und Risikofaktoren Die Gefährdungsbeurteilung: Fürsorgepflichten des Arbeitgebers, rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. ArbSchG, ArbMedVV, BetrSichV, ArbStättV), Erhebung und Dokumentation, Rechtsfolgen bei Nicht-Beachtung Maßnahmen der Verhältnisprävention: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsstrukturen

Hinweis

Dieses Seminar ist ein Pflichtmodul der zertifizierten Weiterbildung zum/zur "Beauftragten für Gesundheitsmanagement (BVS)". Das Seminar richtet sich ebenso an Personen, die sich im Bereich Gesundheitsmanagement losgelöst von einer Zertifizierung weiterbilden möchten.

Termine und Orte

25.06.2018 (10:00) bis 26.06.2018 (15:30) | Nr.: MI-18-204161
BVS-Bildungszentrum Holzhausen, Utting
16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
Lehrgangsgebühr: 380,00 €
Unterkunft: 49,00 €
Verpflegung: 53,00 €

Ansprechpartner/-in Organisation

Sarah Kästner
kaestner@bvs.de
089 54057-8603

Ansprechpartner/-in Inhalt

Sebastian Pagel
pagel@bvs.de
+49 (89) 54057 8694

Seminaranmeldung

Bitte melden Sie sich bevorzugt online über die Seminardatenbank an. Alternativ können Sie das folgende PDF-Anmeldeformular nutzen:


Kundenservice