Referent/-in für interkulturelle Arbeit & Integration (BVS)

Zertifizierte Weiterbildung zur Stärkung interkultureller Kompetenzen in der öffentlichen Verwaltung

1,3 Millionen Asylanträge. Diese Anzahl gestellter Asylanträge benennt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für den Zeitraum Januar 2015 – Juni 2017 in Deutschland. Bei 70 % aller gestellten Anträge wurde den geflüchteten Menschen ein Schutzstatus mit einem längeren Aufenthalt in Deutschland zugesprochen. Diese Mitmenschen suchen bei uns eine neue Heimat. Verfolgt man die Situation im arabischen Raum und in Großteilen des afrikanischen Kontinents, kann mit Gewissheit prognostiziert werden, dass Deutschland auch in den kommenden Jahrzehnten das Ziel vieler Tausender notleidender Menschen sein wird.

Wie kann es gelingen, Menschen aus anderen Kulturkreisen in unsere Gesellschaft zu integrieren? Eine tragende Rolle kommt dabei der öffentlichen Verwaltung zu: wie schaffen es die Ausländerbehörden, Bürgerbüros, Einwohnermeldeämter, Sozialbürgerhäuser und die vielen weiteren an der Integration mitwirkenden Behörden mit diesen hohen Anforderungen umzugehen? Im täglichen Parteiverkehr sind Verständigungsprobleme, der Umgang mit tragischen Schicksalen oder das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Werte-Vorstellungen stete Begleiter der Verwaltungsmitarbeiter. Keine einfache Aufgabe!

Mit der zertifizierten Weiterbildung zur/zum „Referenten/-in für interkulturelle Arbeit & Integration“ möchte die BVS allen mit dieser so wichtigen Aufgaben betrauten Beschäftigten ein unterstützendes Weiterbildungsangebot an die Hand geben. Wir freuen uns auf jeden, den wir bei dieser Aufgabe begleiten dürfen!


Zielgruppe

Mitarbeiter/-innen aus staatlichen und kommunalen Stellen, die im Arbeitsfeld der interkulturellen Arbeit, Migration und Integration tätig sind oder dort Fuß fassen möchten.


Ihr Nutzen

Sie verfügen über ein fundiertes Basis-Wissen in den Bereichen interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Arbeiten. Es gelingt Ihnen, sich in die Lebenswelten von Menschen aus anderen Kulturkreisen hineinzuversetzen. Sie begreifen die Arbeit mit Menschen anderer kultureller Prägung als einen fortwährenden „kulturellen Verhandlungsprozess in kleinen Schritten“. Sie kennen eigene Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und können diese reflektieren. Auf Basis neu-erworbener Erkenntnisse in den Bereichen Landeskunde und Islam erweitern Sie ihren interkulturellen Horizont. Sie sind sich der Geschichte und Entwicklung von Migrationsbewegungen nach Deutschland bewusst und haben einen kompakten Überblick über die Handlungsfelder in der Integrationsarbeit. Sie erlangen ein erstes Rechtsbewusstsein im Kontext Flüchtlingsarbeit und damit mehr Sicherheit in Ihrer Praxis. Sie entwickeln Ihre interkulturellen Kompetenzen nachhaltig weiter.


Konzept

Die gesamte Weiterbildung setzt sich aus 8 Seminaren zusammen und umfasst insgesamt 116 Unterrichtseinheiten (UE) – das entspricht 14,5 Seminartagen. Nach Besuch des Basismoduls gliedert sich die Weiterbildung in die beiden Fachmodule „Interkulturelles Wissen“ und „Migration & Integration“ auf. Beide Fachmodule setzen sich jeweils aus 3 Seminaren zusammen. Die Reihenfolge der besuchten Seminare kann nach Abschluss des Basismoduls individuell gewählt werden. Die Seminare umfassen wissensorientierte Inhalte, die Möglichkeit zur interkulturellen Selbstreflexion sowie Elemente interkultureller Begegnung. Als Leistungsnachweis zum Erhalt des Zertifikats dokumentieren die Teilnehmenden im Laufe der Weiterbildungsreihe die Planung oder Umsetzung eines interkulturellen Projekts in ihrer Praxis.


Grafik Basismodul: Einführung in interkulturelle Arbeit

Abschluss

Im Abschlussmodul präsentieren Sie Ihren Pr