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12.02.2010
Open Source Software - eine Alternative?
Informationsveranstaltungen bei der BVS
Im heutigen extrem vernetzten Verwaltungs- und Wirtschaftsumfeld sind offen standardisierte Protokolle, Anwendungen, Komponenten und Systeme unerlässlich für den reibungslosen Informationsaustausch. Die erfolgreichen Netze und Dienste, wie das Internet, Wikipedia, Suchmaschinen und E-Mail, konnten sich nur aufgrund ihrer weitgehenden Herstellerunabhängigkeit so schnell und nachhaltig entwickeln.
Open Source Software (OSS) hilft privaten Anwendern, Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Schulen und Universitäten, sich unabhängig von proprietären Einflüssen in ihren Informations- und Kommunikationsstrukturen funktional angemessen und wirtschaftlich vertretbar zu entwickeln. In den öffentlichen Verwaltungen vieler europäischer Länder ist die OSS-Nutzung bereits fest etabliert.
Proprietäre Software kommt in den meisten Verwaltungen dieser Länder nur noch dann zum Einsatz, wenn signifikante Vorteile gegenüber der OSS gegeben sind oder Alleinstellungsmerkmale keine andere Wahl zu lassen.
Auch in Deutschland werden die öffentlichen Verwaltungen Wegbereiter für den zunehmenden Open Source-Einsatz werden. Die massiven Veränderungen und Umstrukturierungen in den öffentlichen Einrichtungen, häufig ausgelöst durch allgegenwärtige Verwaltungsreformen, werden in den kommenden Jahren schon rein kostenbedingt vermehrt zu OSS-Projekten führen. Bei den sog. Fachverfahren spielt Open Source derzeit noch keine bedeutende Rolle, da in diesem Bereich in der Vergangenheit überwiegend auf proprietäre Umgebungen gesetzt wurde. Durch Open Source-basierte Middleware und web-basierte Anwendungen bestehen hier gute Weiterentwicklungsoptionen.
Open Source führt verstärkt zu regionaler Wertschöpfung und stärkt das Innovationspotenzial der Verwaltungen. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist der OSS-Einsatz weit fortgeschritten. Bayern liegt hier etwas zurück, beheimatet aber an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die erste Open Source-Professur Deutschlands.
EU-Kommission sowie Bundes- und Landesregierungen transferieren aktuell verstärkt Mittel in die Förderung offener Informationstechnologien. Die unbestrittenen Vorteile bei den Lizenz- und Betriebskosten werden hier zukünftig die Entwicklung maßgeblich beeinflussen.
OSS-Weiterbildung für IuK-Profis
Offene IuK-Strukturen sind wichtiger denn je. Die Anforderungen des „eGovernments“ sind gut mit offenen Anwendungen und standardisierten Informations-, Datei- und Dokumentformaten zu erfüllen. Das oft historisch bedingte Nebeneinander von offenen und proprietären Systemen ist ein „Kompromissmodell“. Rein proprietäre IuK-Strukturen sind aus den damit einhergehenden Abhängigkeiten, den latenten Sicherheitsproblemen und der schlechten Wirtschaftlichkeit oftmals nur noch schwer zu rechtfertigen.
Die BVS hilft Ihnen, das Wissen über offene Strukturen und Technologien auf dem neuesten Stand zu bringen und von praktischen Erfahrungen zu profitieren.
Ein Umstieg auf Open Source wirft u.a. folgende Fragen auf: - Welche Rechtsgrundlagen sind zu beachten?
- Wo liegen die Vor- und Nachteile von OSS im Vergleich zu proprietärer Software?
- Wie wichtig ist OSS für die Weiterentwicklung bestehender IuK-Strukturen?
Antworten auf diese Fragen erhalten Sie am 15.04.10 in München und am 27.04.10 in Nürnberg bei unseren Informationsveranstaltungen zum Thema „Open Source Software – eine Alternative?
HIER gelangen Sie zur Seminarbeschreibung und Online-Anmeldung
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