Gemeinden und Kleinstädte - Sichere Veranstaltungen in einem immer schwierigeren Umfeld

(Praxistag(e))

Einführung

In den letzten 20 Jahren haben die Anzahl und die Vielfalt der Veranstaltungen zugenommen. Traditionsveranstaltungen haben sich inzwischen zu Großveranstaltungen mit einem veränderten Risiko entwickelt. Gewerbliche Veranstalter nutzen zunehmend auch Areale im ländlichen Raum für Großveranstaltungen. Die Zunahme der Unwetter (Hagel, Hochwasser) und die vermehrte Sensibilität für Lärm, insbesondere zur Nachtzeit verschärfen die Situation zusätzlich. Anschläge und terroristische Bedrohungen haben gerade auch im ländlichen Bereich die Herausforderungen für die Genehmigungsbehörden nochmals erhöht. Das dadurch gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich Schaffung und Gewährleistung sicherer Veranstaltungen richtet sich insbesondere an Gemeinden und kleinere Städte als Genehmigungsbehörden für alle Veranstaltungen in ihren Bereichen. Sie stehen vor der Herausforderung, den Erwartungen der Bürger mit an den Risiken orientierten Bescheiden bei Veranstaltungen gerecht zu werden, dabei aber auch weiterhin Traditions- und Vereinsveranstaltungen ohne zu viel Bürokratie zu ermöglichen.

Zielgruppe

Mitarbeiter/-innen und Mitarbeiter in Ordnungsämtern von Gemeinden und Städten bis maximal 10.000 Einwohner. Das Seminar ist auch für Bürgermeister/-innen geeignet, die sich als in der Verantwortung stehende Vertreter der Kommunen intensiver mit der Materie befassen möchten.

Ihr Nutzen

Neben einem Gesamtüberblick über eine komplexe Rechtsmaterie werden die möglichen Risiken bei Veranstaltungen vorgestellt und mögliche Auflagen diskutiert. Dabei werden fachliche Grundlagen vermittelt (Flächenberechnung, Fluchtwege, Verkehrskonzept mit Parkplanung etc.). Das vermittelte Wissen wird anhand Ihrer eigenen Beispiele praktisch angewandt mit Schwerpunkten Rechtliche Einordnung der Veranstaltung, Risiken der Veranstaltung, Bescheid und notwendige Auflagen sowie Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und anderen Behörden (insb. Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr). Durch einen aktuellen Überblick über Grundlagenwerke, Merkblätter und Unterlagen wird Methoden- und Handlungskompetenz beim Umgang mit Veranstaltungen vermittelt.

Inhalt

- Rechtlicher Gesamtüberblick und Abgrenzungsfragen - Vielfalt der Veranstaltungsarten, Risikoanalyse und -bewertung, mögliche Auflagen, Präventionsansätze - Beurteilung der Geeignetheit einer Veranstaltungsstätte oder eines Areals im Freien - Gestaltung des Veranstaltungsgeländes unter Aspekten der Sicherheit sowie Umgang mit der Lärmproblematik - Initiierung und Verbesserung der Zusammenarbeit der Verantwortlichen in einer Kommune mit beteiligten Behörden - Haftungsfragen: Nachweise durch den Veranstalter, Haftung öffentlicher Träger, Verkehrssicherung und -regelung - Das richtige Verhalten im Ernstfall: Sicherheit für Besucher und Personal - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere Krisenkommunikation

Hinweis

Für neue Mitarbeiter/-innen im Ordnungsamt empfehlen wir das Grundseminar "Gaststättenrecht in kreisangehörigen Gemeinden". Ein Seminar zu straßenverkehrsrechtlichen Anordnungen finden Sie im Unterthemenbereich "Straßenverkehr". Ein Seminar zur Bewertung von Sicherheitskonzepten finden Sie im Unterthemenbereich "Gewerbe".

Termine und Orte

05.10.2020 ( 13:30 ) bis 07.10.2020 ( 12:00 ) | Nr.: SG-20-212521
ABG - Tagungszentrum, Beilngries

16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
Lehrgangsgebühr: 310,00 €
Unterkunft: 98,00 €
Verpflegung: 81,00 €

Ihre Ansprechpartner

Andreas Balbach

Andreas Balbach

089 54057-8687
089 54057-8699
balbach@bvs.de

Stefan Tanner

Stefan Tanner
Referent

089 54057-8606
089 54057-8699
tanner@bvs.de

Seminaranmeldung

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