1920 - 1945

Die Bayerische Verwaltungsschule wird selbstständig.

01.11.1920

 Die Fachausbildungsabteilung der durch Gesetz vom 29. Februar 1919 errichteten "Bayer. Gemeindebeamtenkammer" übernimmt die vom Zentralverband der Gemeindebeamten Bayerns begonnenen Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung der Beamten, insbesondere den "Verwaltungstechnischen Kurs" und den "Dreijährigen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung für den mittleren Staats- und Gemeindeverwaltungsdienst". 


20.05.1921

Abschluss eines Vertrages mit der Stadt München betr. die Übernahme des Unterrichts der Prüfungsanwärter der Stadt München (1. Ortskurs).


01.04.1922

Einrichtung eines "Dreijährigen Fernunterrichts für den Beamten des Polizei- und Sicherheitsdienstes" für die gemeindlichen Polizeibeamten und die Beamten der Gendarmerie.


01.10.1925

Einrichtung eines "Dreijährigen Fernunterrichts für den Sparkassendienst", anschließend Erlaß einer Prüfungsordnung für die "Prüfung für die Sparkassen- und Sparkassenverbandsbeamten und -angestellten in Bayern."


29.01.1926

Die "Fachausbildungsabteilung" der Bayer. Gemeindebeamtenkammer wird in "Bayerische Verwaltungsschule" umbenannt.


05.03.1931

Das Staatsministerium des Innern bestimmt in einer Bekanntmachung, dass "für die Beamten der uniformierten Staatspolizei einschl. der Gendarmerie und die Beamten der Kriminalpolizei sowie die Beamten der Gemeindepolizei einheitliche Fachprüfungen abgehalten werden" und betraut die Bayerische Verwaltungsschule mit der Vorbereitung der Beamten auf die Prüfung.


01.04.1931

Einrichtung eines dreijährigen "Fernunterrichts zur Vorbereitung auf die Fachprüfung der uniformierten Staatspolizei und der Kriminalpolizei."


28.06.1933

Die "Bayer. Gemeindebeamtenkammer" beschließt auf ihrer letzten Vollversammlung auf Grund der Ausführungen des "Beauftragten des Reichskommissars für Beamtenorganisationen" den Vorstand zu beauftragen, die Auflösung der Bayer. Gemeindebeamtenkammer herbeizuführen.


14.10.1933

Syndikus Schmitt wird als Leiter der Schule verabschiedet. Die Nachfolge tritt am darauffolgenden Tag Syndikus Fraja an.


20.01.1934

Der "Bayer. Gemeindetag" im "Deutschen Gemeindetag" übernimmt die "Bayer. Verwaltungsschule" als selbständige Geschäftsabteilung.


25.07.1940

Im Vollzug der reichsrechtlichen Laufbahnverordnung vom 28. Februar 1939 ergeht ein Runderlaß des Reichsministers des Innern, der eine neue Bezeichnung der Bayer. Verwaltungsschule verlangt; sie führt nunmehr den Namen "Bayer. Gemeindeverwaltungs- und Sparkassenschule".


21.01.1941

Mit Runderlaß des Reichsministers des Innern über die "Beurlaubung von kommunalen Beamtenanwärtern usw. vom Wehrdienst zwecks Beendigung der Ausbildung" werden "Sonderlehrgänge für gemeindliche Dienstkräfte mit anschließenden Beamtenfachprüfungen" angeordnet.


22.11.1943

Wiederaufnahme des zunächst stillgelegten Schulbetrieb in Utting a. A. mit der Umschulung von Kriegsversehrten.


16.07.1944

Die Geschäftsstelle der Schule in München wird durch Fliegerangriff zerstört.


29.04.1945

Ende des Ausbildungsbetriebs der Schule; Utting a. A. wird von amerikanischen Streitkräften besetzt.


04.06.1945

Syndikus Fraja richtet eine Eingabe an Ministerpräsident Dr. Schäffer mit der Bitte, bei der Militärregierung die Feststellung zu erwirken, die "Bayer. Gemeindeverwaltungs- und Sparkassenschule" sei keine verbotene nationalsozialistische Organisation im Sinne des Gesetzes Nr. 5 der Militärregierung.


26.06.1945

Gesuch des Oberbürgermeisters Dr. Scharnagl an die Militärregierung, die Schule der Landeshauptstadt München angliedern zu dürfen.


26.09.1945

Der Entwurf einer Verordnung über die Neugründung der "Bayer. Verwaltungsschule" wird beim Staatsministerium des Innern eingereicht.


03.12.1945

Noch vor der offiziellen Neugründung beginnt mit einem einmonatigen Volllehrgang für Beamte der neu aufgestellten Bayer. Grenzpolizei der Ausbildungsbetrieb in dem Als Ausbildungsstätte gemieteten Kloster in Utting a. A.


21.12.1945

Der Bayerische Ministerrat verabschiedet das "Gesetz über die Bayer. Verwaltungsschule", die seitdem "Körperschaft des öffentlichen Rechts" ist.


1946 - 1960

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

02.04.1946

Das Staatsministerium des Innern erläßt eine "Satzung der Bayer. Verwaltungsschule".


05.04.1946

Der "Fachausschuß" tritt unter Vorsitz von Oberregierungsrat Echter erstmals zusammen.


13.04.1946

Die "Bayer. Verwaltungsschule" unterrichtet durch Rundschreiben alle in Betracht kommenden Behörden des Landes von ihrer Neugründung.


09.05.1946

Staatsminister Seifried eröffnet in Utting a. Ammersee offiziell den Ausbildungsbetrieb.


20.06.1946

Das "Gesetz über die Bayer. Verwaltungsschule" vom 21. Dezember 1945 wird im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 9 veröffentlicht.


1948

Mit Professor Carroll von der Harvard-Universität in Cambridge fand der erste Informationsbesuch ausländischer Gäste nach dem zweiten Weltkrieg in unseren Ausbildungsstätten statt. In den darauffolgenden Jahren kamen viele weitere Gäste, u. a. aus Lyon, Nancy, Washington, Athen, Madrid, Paris, Wíen, Leopoldville (Kongo), Helsinki, Tokio, Singapur, Ottawa, Niger, Tarent, Amsterdam, Türkei, Jemen, Orissa (Indien), Greensboro (North-Carolina, USA).


01.04.1949

Das Hotel "Panorama" in Holzhausen a. Ammersee wird als neue Ausbildungsstätte gemietet.


04.04.1949

Die neue Ausbildungsstätte wird durch Staatsminister Dr. Ankermüller in Holzhausen a. Ammersee eröffnet.


13.07.1950

Mit Entschließung des Staatsministeriums des Innern wird die "Satzung der Bayer. Verwaltungsschule" hinsichtlich der Verteilung der allgemeinen Umlagen geändert.


01.06.1952

Das Hotel "Panorama" in Holzhausen a. A. wird käuflich erworben.


1954

Die Bayerische Verwaltungsschule veranstaltet über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus erstmals berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen für die Angehörigen des öffentlichen Dienstes. Im ersten Jahr besuchten bereits knapp 200 Teilnehmer diese Seminare.


16.11.1954

Mit Entschließung des Staatsministers des Innern wird die "Satzung der Bayer. Verwaltungsschule" hinsichtlich der Erhebung der Sonderumlagen geändert.


29.03.1956

Mit Entschließung des Staatsministers des Innern wird die "Satzung der Bayer. Verwaltungsschule" insbesondere hinsichtlich der Vorschriften über das Haushalts-, Kassen- und Rechungswesen geändert.


28.05.1956

Durch Ministerpräsident Dr. Hoegner wird die 1955/56 neu erbaute zweite Ausbildungsstätte in Holzhausen a. A. "Sieben Eichen" eröffnet.


21.12.1956

Mit der Entschließung des Staatsministers des Innern wird die "Satzung der Bayer. Verwaltungsschule" neu gefasst. Der "Fachausschuß" wird in "Verwaltungsrat" umbenannt.


1957

Zur beruflichen Weiterbildung der Polizeivollzugsbeamten der bayerischen Städte und Gemeinden mit eigener Polizei finden erstmals auch Fortbildungslehrgänge für den Polizeivollzugsdienst statt.


01.04.1958

Leitender Direktor Dr. Wenzel übernimmt von Syndikus Fraja die Geschäfte als Leiter der Bayer. Verwaltungsschule.


13.05.1959

Wiedereröffnung der 1958/59 umgebauten Ausbildungsstätte "Panorama".


11.11.1960

Jubiläumsfeier anläßlich des 40jährigen Bestehens der Bayer. Verwaltungsschule im Beisein von Staatsminister des Innern, Goppel.


1961 - 1980

Wer rastet der rostet - die öffentl. Verwaltung bildet sich fort.

01.01.1961

In den Städten München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg werden für die Nachwuchskräfte des mittleren Polizeivollzugsdienstes Lehrabteilungen eingerichtet. Der erste zehnmonatige Anstellungslehrgang (Volllehrgang) für den mittleren Polizeivollzugsdienstes wird eröffnet.


17.10.1962

Acht Jahre nachdem bei der Bayerischen Verwaltungsschule die ersten Fortbildungsseminare eingeführt wurden, werden die Beamten durch die Laufbahnverordnung vom 17.10.1962 (GVBl. S. 251) in § 55 verpflichtet "sich fortzubilden, um auch steigenden Anforderungen gewachsen zu sein." In den acht Jahren zuvor, kamen bereits über 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser neuen Pflicht nach und besuchten die Seminare der Bayerische Verwaltungsschule.


04.11.1963

Eröffnung der 1962/63 neu erbauten dritten Ausbildungsstätte in Holzhausen a. A. und Inbetriebnahme des umgebauten Wirtschaftsgebäudes der Ausbildungsstätte "Sieben Eichen".


01.02.1966

Abhaltung der ersten Lehrgangsabschlussprüfungen für Sparkassenangestellte.


01.03.1966

Einführung fünfmonatiger Aufstiegslehrgänge (Vollkurse) für den gehobenen Polizeivollzugsdienst.


1968

Im Jahre 1968 wurde zur Vermittlung von Grundkenntnissen in der elektronischen Datenverarbeitung das erste EDV-Seminar angeboten. In den Jahren 1968 - 1970 besuchten bereits 708 Teilnehmer die 15 "Einweisungslehrgänge für Verwaltungsautomation."


19.04.1968

Die Bayerische Verwaltungsschule engagierte sich weiterhin sehr bei dem Aufbau der Verwaltungsstrukturen im Ausland. Durch Vermittlung der Deutschen Stiftung für Entwicklungshilfe waren 12 türkische Landräte in unserer Ausbildungsstätte zu einem Informationsbesuch zu Gast.


01.09.1968

Ausdehnung des Ortslehrgangssystems für den Verwaltungsdienst.


14.05.1969

Im Rahmen der Beziehungen zur Deutschen Stiftung für Entwicklungshilfe konnte die Bayer. Verwaltungsschule 20 äthiopische Regierungspräsidenten zu einem Informationsbesuch begrüßen.


07.07.1969

Eröffnung des "Sparkassenseminars München" und Beginn des ersten Sparkassenvolllehrgangs.


1970

Im Jahre 1970 wurden erstmals zwei Arbeitstagungen für Dienstkräfte mit Führungsaufgaben abgehalten, an denen sich 75 Beamte des gehobenen und höheren Dienstes beteiligt haben.


30.06.1970

Der Verwaltungsrat beschließt "Vorschläge zur Verwaltungsschulreform und zur Ausbildungsreform".


01.11.1970

Zum 50jährigen Jubiläum der Bayerischen Verwaltungsschule wurde eine umfangreiche Festschrift herausgegeben. Im Rahmen dieses Anlasses, darf es sicher als erfreuliche Tatsache vermerkt werden, dass seit Wiederaufnahme des Schulbetriebes im Jahre 1946 nahezu 50.000 Angehörige des öffentlichen Dienstes im Bereich der allgemeinen inneren Verwaltung, im Polizeivollzugsdienst und im Sparkassendienst eine einschlägige Prüfung abgelegt haben.


01.09.1971

Letzter Lehrgang und letzte Prüfung für den gehobenen Fürsorgedienst.


01.05.1972

Einführung der Vorstandsverfassung mit Änderung der Satzung der Bayerischen Verwaltungsschule.


07.06.1973

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Generallandesanwalt Georg Berner, eröffnet die konstituierende Sitzung des ersten Berufsbildungsausschusses bei der Bayerischen Verwaltungsschule.


01.07.1973

Die ersten Zwischen- und Abschlussprüfungen für den Beruf des staatlich anerkannten Ausbildungsberufs "Verwaltungsangestellter im Kommunaldienst" werden von der Bayerischen Verwaltungsschule abgenommen.


24.07.1973

Ende des letzten Angestelltenlehrganges der Bayer. Verwaltungsschule für den (kommunalen) mittleren Polizeivollzugsdienst.


01.09.1973

Einstellung des ersten hauptamtlichen Lehrer bei der Bayerischen Verwaltungsschule.

Die Bayerische Verwaltungsschule zieht mit einem Teil der Geschäftsstelle in München aus der Galeriestraße in die Prannerstraße um.


1974

Erstmals werden im Fortbildungsprogramm Seminare zu "Führungsfragen" und "Rhetorik" angeboten.


08.08.1974

Erlass des Bayerischen Beamtenfachhochschulgesetzes, durch das die Bayerische Beamtenfachhochschule mit Wirkung vom 1. Oktober 1974 errichtet wird.


20.10.1974

Beginn des ersten Sonderlehrgangs für bisher ehrenamtliche Bürgermeister und Gemeindebedienstete, die aufgrund der kommunalen Gebietsreform ihren bisherigen Wirkungskreis verloren haben, mit dem Ziel, eine Weiterverwendung zu ermöglichen.


25.07.1975

Der letzte Aufstiegslehrgang für den kommunalen gehobenen Polizeivollzugsdienst endet.


20.01.1976

Die Bayerische Verwaltungsschule nimmt für den Sparkassenbereich erstmals die Ausbilder-Eignungsprüfung ab.


01.01.1977

Das Finanzierungssystem der Bayerischen Verwaltungsschule - mit der Erhebung von Umlagen - wird umgestellt. Nunmehr findet eine Finanzierung über Gebühren statt.


01.10.1977

Inkrafttreten der neuen Lehrgangs- und Prüfungssatzung für Angestellte mit Bekanntmachung der Bayerischen Verwaltungsschule vom 25. Juli 1977. Die Angestelltenlehrgänge I und II werden nunmehr als Ortslehrgänge mit Teilzeitunterricht und ergänzenden Abschlusslehrgängen mit Vollzeitunterricht durchgeführt. Fernlehrgänge bietet die Bayerische Verwaltungsschule nun grundsätzlich nicht mehr an.


03.04.1978

Im Jahre 1978 eröffnete die Bayerische Verwaltungsschule feierlich die von dem Collegium Augustinum gemietete Aus- und Fortbildungsstätte in Bad Tölz, die bereits seit Anfang Februrar 1978 in Betrieb war.


01.09.1978

Inkrafttreten der neuen Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst (ZAPOmVD).


02.07.1979

Der Ausbildungsberuf des Verwaltungsfachangestellten wird durch Verordnung des Bundes eingeführt. Damit wurde ab 1. August 1979 die landesweite Ausbildung nach der Ausbildungsordnung der Stadt Nürnberg von der neuen Ausbildungsordnung für den Beruf des Verwaltungsfachangestellten abgelöst. Mit der neuen Ausbildungsordnung wurde die theoretische Ausbildung wesentlich erweitert.


21.12.1979

§ 12 des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung des Berufsbildungsgesetzes und des Gesetzes Nr. 15 über die Bayerische Verwaltungsschule ermächtigt die Bayerische Verwaltungsschule zum erlaß von Ausbildung- und Prüfungsordnungen.


01.03.1980

Erstmals werden im Fortbildungsprogramm Seminare zur "Bürgerfreundlichen Verwaltung" und "Vor-Ort-Seminare" angeboten.


13.10.1980

Die Prüfungsordnung für die Abschluss- und Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf "Verwaltungsfachangestellter, Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung" wurde erlassen.


01.11.1980

Die für 1981 geplanten Fortbildungsveranstaltungen werden erstmals in einer Broschüre "Fortbildung 81" veröffentlicht. Diese Broschüren erscheint seitdem jedes Jahr neu.


1981 - 1995

Die Bayerische Verwaltungsschule im Wandel

01.12.1981

Die Zahl der Teilnehmer am Fortbildungsprogramm der Bayerischen Verwaltungsschule übersteigt erstmals mit 5.121 die 5000er Grenze.


23.12.1981

Das Bayer. Staatsministerium des Innern überträgt der Bayer. Verwaltungsschule die Durchführung des neuen Zulassungsverfahrens für den Aufstieg vom mittleren in den gehobenen Dienst.


01.01.1982

Die Geschäftsstelle der Bayerischen Verwaltungsschule bezieht neue (gemietete) Büroräume in der Leopoldstraße 7. Damit endet die Aufteilung der Verwaltung auf die Büros in der Galeriestraße, Prannerstraße und Bayerstraße.


01.07.1982

Das neue Gesetz über die Sparkassenausbildung tritt in Kraft. Die bis dahin von der Bayerischen Verwaltungsschule in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Sparkassen- und Giroverband durchgeführte theoretische Ausbildung der Nachwuchskräfte des Sparkassendienstes ging damit auf die Sparkassenakademie in Landshut über. Seitdem ist der Bayerische Sparkassen- und Giroverband nicht mehr im Fachausschuß (Verwaltungsrat) der Bayerischen Verwaltungsschule vertreten.


01.09.1982

Die Bayerische Beamtenfachhochschule beginnt selbst mit der Ausbildung des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes.


31.08.1983

Die Zuständigkeit der Bayerischen Verwaltungsschule zur organisatorischen Durchführung des fachtheoretischen Studiums des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes endet. Bei der Bayerischen Verwaltungsschule verbleibt die Abwicklung der Anstellungsprüfung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bis 31.12.1983. Damit endet die über 60jährige Ausbildungstätigkeit der Bayerischen Verwaltungsschule für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst.


30.01.1984

Die neu erbaute - langfristig gemietete - Aus- und Fortbildungsstätte in Neustadt a. d. Aisch wird eröffnet. Die Einweihungsfeier mit dem Bayerischen Staatsminister des Innern Dr. Karl Hillermeier findet am 25. Mai 1984 statt.


01.07.1984

Die Bayerische Verwaltungsschule hat in allem Regierungsbezirken Bayerns Ortslehrgänge eingerichtet. Im Jahre 1984 waren dies - von Norden nach Süden - Schweinfurt, Bayreuth, Aschaffenburg, Bamberg, Weiden, Würzburg, Erlangen, Nürnberg, Ansbach, Regensburg, Ingolstadt, Landshut, Augsburg, München, Rosenheim, Traunstein und Kempten. Diese Organisation war ein wesentliches Merkmal des dezentralen Lehrgangsbetriebs der Bayerischen Verwaltungsschule.


14.05.1984

Erstmals wird ein Seminar "Kindergartenpraxis heute" für Dienstkräfte von Kindergärten angeboten. Die Geburtsstunde eines weiteren neuen Themenbereichs in der Fortbildung.


01.06.1985

Für den Ausbildungsberuf "Verwaltungsfachangestellter" wird einen neue Lehrbuch-Reihe (B-Reihe) aufgelegt. Die meisten Lehrbücher werden für den allgemeinen und beruflichen Schulbetrieb vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zugelassen. Als erstes der neuen Lehrbuchreihe erscheint das Lehrbuch "Personalwesen".


20.06.1985

Die Bayerische Verwaltungsschule veranstaltet eine Tagung zum Thema "Umweltschutz". Ab diesem Zeitpunkt nimmt sich die Bayerische Verwaltungsschule auch der Umweltbildung an. Keiner hatte damals, daran geglaubt, dass der Umweltschutz Jahre später zu einem eigenen Geschäftsfeld der Bayerischen Verwaltungsschule wird.


30.09.1985

Die konstituierende Sitzung des Arbeitskreises "Kommunale Fortbildung" zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch findet statt. Seit dem tagt der Arbeitskreis einmal jährlich. Mitglieder sind Fortbildungsbeauftragte größerer Städte in Bayern und Vertreter des Referats Fortbildung.


01.03.1986

Das Referat Fortbildung beginnt mit dem ersten Organisationsentwicklungsprojekt bei der Gemeinde Tutzing.


01.04.1986

Durch Änderung der Zuständigkeitsverordnung zum Ordnungswidrigkeitenrecht wird die Rechtsgrundlage für die Kommunale Verkehrsüberwachung geschaffen. Die Bayerische Verwaltungsschule bietet in der Folgezeit Lehrgänge für kommunale Verkehrsüberwacher an.


18.05.1987

Erstmals wird mit dem Seminar "Krankenhausverwaltung" Dienstkräften von Krankenhäusern und Kliniken ein Fortbildungsangebot gemacht.


Juli 1987

Eine Zusammenarbeit zwischen der Ecole Nationale d'Administration (ENA) der westafrikanischen Republik Niger und Bayerischen Verwaltungsschule wird vereinbart. Im Winter des Jahres 1989 geben die beiden Partner in französischer Sprache die erst geschriebene Schrift "Communication visuelle" heraus. Finanziert wurde die Schrift von der Hanns-Seidel-Stiftung. 


03.07.1987

Nach Abschluss der Generalinstandsetzung findet die Einweihungsfeier der Aus- und Fortbildungsstätte Holzhausen a. A. statt. Die Festrede hält der Bayerische Staatsminister des Innern August R. Lang.


19.10.1987

Das erste Seminar für Standesbeamte findet statt.


Dezember 1987

Das Fortbildungsprogramm überschreitet mit 10.517 Teilnehmer die 10.000er Grenze.


01.04.1990

Die Bayerische Verwaltungsschule veranstaltet die ersten Seminare für Kommunalrecht und Kommunales Prüfungswesen in den neuen Ländern.


27.09.1990

Die Bayerische Verwaltungsschule veranstaltet erstmals eine "PC-Software-Börse". In den darauf folgenden Jahren fand diese Veranstaltung in einem größeren Rahmen unter dem Namen "BVS-Computertage" statt.


07.01.1991

Beginn des "Übergangslehrgangs" für 160 Studierende der ehemaligen Fachschule für Verwaltung und Rechtspflege Weimar (Aussenstelle Frankenberg), an dem das Land Baden-Würtemberg und die Bayerische Verwaltungsschule mitwirken. Der Lehrgang endete am 30. August durch feierliche Aushändigung der Zeugnisse.


02.05.1991

Beginn eines Angestelltenlehrganges I für Mitarbeiter der Stadt Jena, den die Bayerische Verwaltungsschule auf Initiative und in Zusammenarbeit mit der Stadt Erlangen, der Partnerstadt Jenas, durchführt. Der Lehrgang endete mit Prüfung im Oktober/November 1991.

Der erste Band der Reihe "FORTBILDUNG & PRAXIS" erscheint. Der Band "Bekämpfung der Schwarzarbeit" und alle folgenden Bände sollen als Arbeitshilfe für die praktische Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung dienen.


01.11.1991

Das Sächsische Staatsministerium des Innern überträgt Gerhard Brunner, Referatsleiter bei der Bayerischen Verwaltungsschule, - zunächst für neun Monate, später um fünf Monate verlängert - die Funktion des kommissarischen Leiters der Sächsischen Verwaltungsschule in Frankenberg.


13.02.1992

Der Verwaltungsrat fasst den Beschluss, in Eichstätt eine Aus- und Fortbildungsstätte zu errichten.


30.04.1992

Eine neue Notenskala für beamtenrechtliche Lehrgänge und Prüfungen wird durch Änderung der Allgemeinen Prüfungsordnung eingeführt. In der Folgezeit wird diese Notenskala für die anderen Prüfungen der Bayerische Verwaltungsschule übernommen.


01.06.1992

Für die Absolventen der Fachprüfung II wird durch die Ergänzung der Lehrgangs- und Prüfungssatzung die Berufsbezeichnung "Verwaltungsfachwirt/Verwaltungsfachwirtin" eingeführt.


24.08.1992

Das Bayerische Staatsministerium des Innern überträgt der Bayerischen Verwaltungsschule die Aufgaben der zuständigen Stelle für den neuen Ausbildungsberuf "Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation." Am 25. November 1994 wird für diesen Beruf die Prüfungsordnung für die Abschluss- und Zwischenprüfung (POFABüK) erlassen.


Dezember 1992

Mit 20.726 Teilnehmern überschreitet das Fortbildungsprogramm die 20.000er Grenze. Erstmals wurden mit 1.081 Seminaren mehr als 1.000 Seminare im Jahr angeboten.


Februar 1993

Die bisherige Aus- und Fortbildungsstätte in München, Bayerstaße 21, wird aufgegeben. Die Bayerische Verwaltungsschule findet in einem von einer Versicherungsgesellschaft errichtet Neubau im Münchner Westend (Ridlerstraße 75) eine neue Bleibe.


Mai 1993

Der Bund, der Freistaat Bayern und die Bayerische Verwaltungsschule schließen ein Verwaltungsabkommen über die Herausgabe von Handbüchern der Internationalen Rechts- und Verwaltungssprache. Im darauffolgenden Monat erscheint mit dem Titel "Staats- und Verwaltungsorganisation in Deutschland" das erste Handbuch in der Sprachkombination deutsch-russisch. Franz Kroppenstedt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, stellt ihn bei einem deutsch-russischen Seminar in Moskau der Öffentlichkeit vor.


07.07.1993

In der Ridlerstraße findet die Einweihungsfeier der neuen Aus- und Fortbildungsstätte statt. Hermann Regensburger, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern hält die Festrede.


08.12.1993

Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, die Stadt Lauingen, der Landkreis Dillingen und die Bayerische Verwaltungsschule kommen überein, ein Umweltschutzzentrum in Lauingen (Donau) zu errichten


13.04.1994

In Lauingen (Donau) findet erstmals mit dem Seminar "Einführung in die biologische Belebtschlammanalyse" ein Seminar für Dienstkräfte im technischen Umweltschutz statt.


September 1994

Das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Landesentwicklung und Umweltfragen übertragen der Bayerischen Verwaltungsschule die Aufgaben der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf "Ver- und Entsorger" in den Fachrichtungen Wasser, Abwasser und Abfall.


07.01.1995

Mit der 4. Änderungssatzung zur Satzung der Bayerischen Verwaltungsschule wir ein neuer §1a eingefügt. Er gibt der Bayerischen Verwaltungsschule die Möglichkeit, bei der Fort- und Weiterbildung in fachlichen und fächerübergreifenden Fragen tätig zu werden und bei der Umsetzung der Ergebnisse mitzuwirken. Dabei kann sie auch mit anderen Einrichtungen zusammenwirken.


Januar 1995

Die Bayerische Verwaltungsschule gründet zusammen mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. die "Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management GmbH". Diese Gesellschaft betätigt sich in den Geschäftsfeldern: Fort- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft und soll die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft fördern.


21.07.1995

In Holzhausen a. Ammersee findet die 75-Jahr-Feier der Bayerischen Verwaltungsschule statt. Die Festrede hält Hermann Regensburger, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern.


November 1995

Im November des Jahres 1995 führte die BVS ein erstes Seminar für das Personal im Bäderbereich durch.


18.12.1995

Am 18.12.1995 wurde die Satzung zum "Verwaltungsbetriebswirt (BVS)" erlassen. Mit dem neuen Lehrgangsangebot reagierte die BVS frühzeitig auf die anstehenden Reformprozesse in den öffentlichen Verwaltungen.


1995 - 2011

Die BVS heute

1996

Erneute Veränderung der Vorstandsverfassung: Alleinvorstand anstelle kollegialer Führung. Dr. Jürgen Harbich leitet als Vorstand weiterhin die Bayerische Verwaltungsschule
 
Umzug der Geschäftsstelle in die Aus- und Fortbildungsstätte in München, Ridlerstraße.


1998

Inbetriebnahme des Bildungzentrums für Umweltschutz in Lauingen (Donau). Neues Gesetz über die Byerische Verwaltungsschule. Träger der Körperschaft sind jetzt der Freistaat Bayern sowie die Gemeinden, Städte, Landkreise und Bezirke in Bayern. Sie entsenden ihre Vertreter in den vergrößerten Verwaltungsrat.


1999

Gerhard Sarow wird zum neuen Vorstand ernannt.


2000

Die Bayerische Verwaltungsschule wird zuständige Stelle für die Ausbildung der Fachkräfte in Bäderbetrieben.


2003

Dr. Josef Ziegler wird zum neuen Vorstand ernannt.

Umbenennung der Aus- und Fortbildungsstätten in Bildungszentren.


2005

Übernahme der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management GmbH durch die BVS als Alleingesellschafter.


Juli 2005

Die Bayerische Verwaltungsschule erhält ein komplett überarbeitetes Erscheinungsbild und tritt vermehrt unter dem Namen "BVS" in Erscheinung.


2006

Öffung des BVS-Bildungszentrums Holzhausen für Veranstaltungen externer Gruppen und Organisationen.


Dezember 2006

Die BVS richtet einen zentralen Kundenservice ein. Dieser ist erste Anlaufstelle für die zentralen Anfragen der Kunden.


2008

Beginn der energetischen Sanierung und Modernisierung des Bildungszentrums Holzhausen.


2009

Einleitung des Qualitäts-Testierungs-Prozesses.


25.06.2010

Jahresempfang und Feier des 90-jährigen Jubiläums der BVS in Holzhausen mit einer Festansprache von Staatsminister Siegfried Schneider.


Oktober 2010

Michael Werner wird zum neuen Vorstand ernannt.

Fertigstellung der energetischen Sanierung und Modernisierung des Bildungszentrums Holzhausen mit Neubau des Tagungshauses.


16.08.2011

Die BVS und die Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management GmbH haben den Qualitätsentwicklungsprozess nach LQW erfolgreich abgeschlossen.


20.10.2011

Zum 01.01.2011 ist das Gesetz zum neuen Dienstrecht in Bayern in Kraft getreten. Durch den Verzicht auf die gegenwärtigen 4 Laufbahngruppen zugunsten einer einzigen Leistungslaufbahn veränderten sich die bisherigen Aufstiegsverfahren. Ein Konzept der BVS zur modularen Qualifizierung wurde am 20.10.2011 vom Bayerischen Landespersonalausschuss genehmigt.


04.01.2016

Das BVS-Bildungszentrum Nürnberg wird in Betrieb genommen.


Juni 2018

Monika Weinl wird zum neuen Vorstand ernannt.