Problemfelder interkultureller Begegnung in der Migrationsgesellschaft

Einführung

Begriffe wie „Migration“ oder „Diversity“ sind in aller Munde, unsere Welt ist tatsächlich „globaler“ geworden. Die umwälzenden Entwicklungen, die damit verbunden sind, bringen Ängste mit sich und können Vorurteile schüren – es gibt aber auch ganz reale Probleme, die die Gesellschaft bewältigen und diskutieren muss. Zu einer Welt der Vielfalt an Kulturen und Identitäten gehören auch schwierige Werteentscheidungen und persönliche Grenzziehungen: Wo endet Toleranz, persönlich oder gesellschaftlich, und wie entscheidet man das? Vieldiskutiert sind in diesem Zusammenhang nicht zuletzt Fragen des Geschlechterverhältnisses in Bezug auf Menschen mit islamischer Prägung. Hierauf wird in dem Seminar ein Schwerpunkt gelegt.

Zielgruppe

Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen aus staatlichen und kommunalen Stellen, die im Arbeitsfeld der interkulturellen Arbeit, Migration und Integration tätig sind oder dort Fuß fassen möchten

Ihr Nutzen

Sie haben ihren eigenen Toleranzbegriff reflektiert und rechtliche Gebote, religiöse Vorstellungen und kulturelle Traditionen kennengelernt, die Familienstruktur, Frauen- und Männerrollen von Menschen aus muslimisch geprägten Gesellschaften beeinflussen. Sie kennen kulturelle, religiöse, soziale und politische Hintergründe von interkulturellen Konfliktfeldern und können Erfahrungsberichten und Ansichten der Menschen aus der Region mit qualifiziertem Interesse begegnen, ohne diese Ansichten teilen zu müssen. Dadurch können sie irritierende Verhaltensweisen oder Ansichten ihres Gegenübers besser einschätzen. Dieses Wissen gibt Ihnen eine gute Basis für konstruktive Kritik. Sie erweitern bei all dem auch das Wissen über ihre eigene Kultur.

Inhalt

Kulturrelativismus oder „Leitkultur“? Eigene Grenzen setzen, Werteentscheidungen treffen und reflektieren Geschlechterverhältnisse in islamisch-geprägten Ländern und muslimischen Communities in Europa „Kopftuchdebatte“, Scharia-Familiengesetzgebung und Feminismus Lebensperspektiven von Migranten: Clan oder Kleinfamilie? Der Politische Islam (Islamismus) Ein „kultureller“ Konflikt: Weibliche Genitalverstümmelung Antisemitismus aus dem Nahen Osten Was genau ist Patriarchat oder Autorität in Staat, Schule oder Familie Bürokratie hier & da

Hinweis

Dieses Seminar ist ein Modul der Weiterbildung zur/zum "Referenten/-in für interkulturelle Arbeit & Integration". Das Seminar richtet sich ebenso an Personen, die sich im Bereich der interkulturellen Arbeit losgelöst vom Weiterbildungslehrgang weiterbilden möchten.

Termine und Orte

17.09.2020 ( 10:00 ) bis 18.09.2020 ( 15:30 ) | Nr.: MI-20-214619
AGB - Tagungszentrum, Beilngries

16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
Lehrgangsgebühr: 350,00 €
Verpflegung: 53,00 €
Unterkunft: 49,00 €

Ihre Ansprechpartner

Sarah Kästner

Sarah Kästner
Organisation

089 54057-8603
089 54057-8699
kaestner@bvs.de

Sebastian Pagel

Sebastian Pagel
Referent

089 54057-8694
089 54057-8699
pagel@bvs.de

Seminaranmeldung

Bitte melden Sie sich bevorzugt online über die Seminardatenbank an. Alternativ können Sie das folgende PDF-Anmeldeformular nutzen: